Ein Picknick im Garten (und 3 Buchtipps)

Ein Picknick im Garten Es ist zwar gerade erst Juni, aber nach einem wirklich warmen Mai fühle ich mich schon sommerlich und bereit für lange Tage im Garten. Einfach eine Picknickdecke schnappen, frische Beeren oder Wassermelone, ein gutes Buch – fertig ist das perfekte Picknick im Garten.

Nachdem der Stapel an Büchern auf meinem Nachtschrank in den letzten Monaten immer höher geworden ist, ist jetzt der perfekte Zeitpunkt, mal wieder mehr zu lesen. Ich freue mich schon auf entspannte Nachmittage und Abende – und Bücher, die so packend sind, dass auch Netflix keine Chance hat. Hier sind drei meiner Tipps für jeden Lesegeschmack.

Pablo Neruda und Henry James im Juni

Die Würde ist antastbar

Ferdinand von Schirach ist meine persönliche Entdeckung in diesem Jahr. Ich weiß, seine Bücher sind schon seit Jahren auf allen Bestsellerlisten. Trotzdem hat es bis jetzt gedauert, dass ich eines seiner Bücher gelesen habe – und ich war sofort begeistert. Von Schirach schreibt klug und sehr spitz von seinen Erlebnissen als Staatsanwalt und Autor und hinterfragt immer wieder die gesellschaftlichen Normen, nach denen wir heute leben.

Mein erstes Buch von ihm war „Die Würde ist antastbar“ und ich würde es auch jedem zum Einstieg empfehlen. Die Essays lassen sich superschnell und flüssig lesen und jedes Einzelne regt zum Nachdenken an. Dies ist eines der Bücher, das ich nach dem Lesen sofort jedem ans Herz gelegt habe, also wirklich empfehlenswert.

Dich suchte ich

Zugegeben, ein großer Kontrast zu von Schirach: Der Gedichtband „Dich suchte Ich“ von Pablo Neruda. Im letzten Jahr habe ich Gedichte mehr und mehr für mich entdeckt und dies ist dabei ein ganz besonderer Band. Alle Gedichte stammen aus Nerudas Nachlass und wurden nie zuvor veröffentlicht.

Er schreibt über das Reisen, seine Arbeit, Chiles Natur und natürlich – die Liebe. Besonders interessant: Am Ende des Bands sind Faksimiles einiger der Gedichte abgebildet, sodass der schön gestaltete Band sich meiner Meinung nach auch prima als Geschenk eignet.

Die Europäer

Für „Die Europäer“ von Henry James habe ich mich entschieden, weil ich wieder mehr Literatur-Klassiker lesen möchte. Von Henry James hatte ich vor Jahren mal Daisy Miller und Portrait of a Lady gelesen, das war es aber auch. „Die Europäer“ behandelt dabei ein interessantes Thema: Wie unterscheiden sich Europäer und Amerikaner voneinander? Besonders im Vergleich zur heutigen Zeit, wenn Konflikte zwischen den USA und Europa wieder aufkochen, fand ich spannend, wie die Frage in den 1800ern beantwortet wurde.

Insgesamt ist das Buch auch sehr unterhaltsam und leichtgängig geschrieben. Man muss aber  in der richtigen Stimmung sein. Die Charaktere gehen teilweise nicht so tief, wie ich es mir gewünscht hätte und auch der Handlungsverlauf ist heutzutage zunächst gewöhnungsbedürftig. Wenn du aber Lust auf einen Ausflug in die Vergangenheit hast, kann ich das Buch auf jeden Fall empfehlen.

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